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Dornröschen -

Zwei Kinder erwachen aus dem Koma

Ein Film von Wolfram Seeger (Autor/Kamera)
Redaktion: Elke Hockerts-Werner / Reinhard Wulf

Man schätzt, daß in Deutschland jedes Jahr 50.000 Menschen in einen komatösen Zustand fallen. Dabei handelt es sich in erster Linie um Opfer von Unfällen, die dank der modernen Notfallmedizin dem Tod entrissen werden. Aber auch Blutungen oder Sauerstoffmangel im Gehirn können dazu führen, daß ein Mensch in tiefe Bewußtlosigkeit fällt.

Den meisten dieser Patienten gelingt nach einem kurzen Koma die Rückkehr in ein gesundes Leben. Doch 3.000 von ihnen fallen in das sogenannte Wachkoma - wochenlang, monatelang oder für immer. Je früher in diesen Fällen therapeutische Maßnahmen einsetzen, desto besser sind die Chancen des Patienten.

Im Mittelpunkt des Films stehen zwei Kinder, David und Katharina. Im Mai 95, fast am selben Tag, aber unabhängig voneinander, haben sie einen Unfall, werden von einem Auto angefahren. Zwei Wochen liegen sie auf der Intensivstation im tiefen Koma. Als ihr Zustand sich bessert, werden sie in die Klinik für Neurochirurgische Rehabilitation in Hattingen-Holthausen verlegt.

An diesem Tag beginnen die Dreharbeiten. Sie enden 7 Monate später, kurz vor Weihnachten, als David nach Hause entlassen wird. In dieser Zeit beobachtet die Kamera die Bemühungen des Pflegepersonals und der Therapeuten, Kontakt zu David und Katharina herzustellen, ihre verkrampften Muskeln zu lockern, verschüttete Erinnerungen wachzurufen, den beiden Sprechen und Laufen beizubringen und ihnen dabei zu helfen, ihre Umwelt neu zu erfahren.

 
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